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Bis etwa 1800 können je nach Rohrlänge des Instrumentes nur die „Naturtöne“ einer Tonart - mit Hilfe von Wechselbögen – auch unterschiedlicher Tonarten geblasen werden.
Auf der seit etwa dem Mittelalter gebauten Zugposaune sind auch die chromatischen Töne spielbar.

Beispiel aus der Musikinstrumentensammlung Ratten:


naturtrompete
Naturtrompete mit Wechselbogen


Den epochalen Fortschritt ab Beginn des 19. Jhdt., bedeuten die Erfindung der Ventile. Auf Ventildruck verlängert sich der Luftweg im Musikinstrument um eine bestimmte Länge und ermöglicht damit auch „chromatische Töne.
 
Das Drehzylinderventil von Friedrich Blühmel bzw. Heinrich Stölzel und das   Pumpventil von Heinrich Stözel, später Francois Perinet, mit je 3 Ventilen sind bis heute die elementaren Grundlagen im Instrumentenbau.

Beispiele:

pumpventile
drehzylinderventile
Pumpventile
Drehzylinderventile


Leopold Uhlmann konstruierte das „Wiener Ventil“ (auch Stopfbüchsen-Pumpventil genannt), das hauptsächlich von 1830 – 1850 gebaut wurde. Heute wird dieses System noch im „Wiener Horn“ verwendet.

Beispiel aus der Musikinstrumentensammlung Ratten:

wiener_horn
Waldhorn mit "Wiener Ventile"
 


Blechblasinstrumente Sonderformen

Neben den gebräuchlichen Standardformen der Instrumente für die einzelnen Blechblasregister wurden im Laufe ihrer rund 200jährigen Entwicklung auch stark abweichende Modelle gebaut.

Unter anderem:
- Für die Militärmusik: für die k.u.k. Landwehr-Musikkapellen Tornister- 
  instrumente, wie die Armeeposaune
- über Komponistenauftrag: Aida-Trompete (Giuseppe Verdi, 1813 - 1901),   Wagner-Tuba (Richard Wagner, 1813 - 1883), Kuhlohorn (Johannes
  Kuhlo, 1856 - 1941),
- Erfindung bzw. Vorschlag von  Instrumentenerzeugern: Helikon-Bass
  (Ignaz Stowasser 1838 - 1914)

In der Sammlung des BlasmusikMUSEUM Ratten sind einige Raritäten der oben aufgezählten Sonderbauformen enthalten.

Beispiel:

armeeposaune
Armeeposaune
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